http://kindergarten.grosspetersdorf.at/neu

PDF Drucken E-Mail

Grundsätze der pädagogischen Arbeit

 

 

Wachsen kann ich da,......

...wo jemand mit Freude auf mich wartet,.... wo ich Fehler machen darf,

.....wo ich Raum zum Träumen habe, .......wo ich meine Füße ausstrecken kann,

.....wo ich gerade aus reden kann, .....wo ich laut singen darf,

.....wo immer ein Platz für mich ist,..... wo ich ohne Maske herumlaufen kann,

.....wo ich ernst genommen werde, .......wo jemand meine Freude teilt,

.....wo ich auch mal nichts tun darf, ......wo ich getröstet werde,

.....wo ich Wurzeln schlagen kann,

.......wo ich leben darf.

 

 

Unser Team arbeitet nach dem verpflichtenden Richtlinien des österreichischen BildungsRahmenPlans, der Kinder im Alter von 0-6 Jahren erfasst.

 


Er setzt sich aus 6 Teilbereichen zusammen:


1. Emotionen und soziale Beziehungen

2. Ethik und Gesellschaft

3. Sprache und Kommunikation

4. Bewegung und Gesundheit

5. Ästhetik und Gestaltung

6. Natur und Technik

 

 

Emotionale Kompetenz und soziales Verhalten sind Grundvoraussetzungen für die Bewältigung des Lebens. Stabile und sichere Beziehungen vermitteln Kindern Geborgenheit, tragen zum kindlichen Wohlbefinden bei und fördern das Vertrauen in sich selbst und in die Umwelt (Ich-Kompetenz)

Durch den Kontakt mit anderen Kindern lernt das Kind neue Gefühle kennen und bewältigen (Freude, Trauer, Wut, Mitleid, Frustration, Spaß oder Staunen).

Diese Erfahrungen sind ein wichtiger Bestandteil der Emotionalen Enwicklung, durch die die Kinder Gefühle als wichtig und richtig wahrzunehmen lernen. Daher bedarf es im Erleben und Empfinden von Gefühlen eine sensible Unterstützung, um die Kooperations- und Konfliktfähigkeit zu stärken, Toleranz und Verantwortung für sich, sowie für andere übernehmen zu können. Mit der Zeit enwickeln sie die passenden Verhaltensstrategien und die Fähigkeit zur Empathie und lernen so soziale Beziehungen aufzubauen.

Jedes Kind soll durch diese gemeinschaftliche Erfahrung sein eigenes ICH stärken und spüren: "Ich bin so gut, wie ich bin!"

Bedingungsloses Angenommensein bedeutet für uns: ein "Nein" zu deinem Verhalten, ist trotzdem noch immer ein "Ja" zu dir!

Das unterstützen wir durch Vorbildwirkung, verschiedene Sozialformen, Mitgestaltung der Kinder beim Tagesablauf, Verantwortung übernehmen, altersgemischte Gruppen........

Ethik und Gesellschaft befasst sich mit Fragen nach dem Wert und der Würde des Menschen, sowie nach gerechtem Handeln.

Durch unser Zusammenleben innerhalb der Gruppe (Inklusion) erleben wir Grundwerte und individuelle Unterschiede (Diversität), erlernen Zugehörigkeit und Wertschätzung. durch Mitbestimmung und Äußerung seiner eigenen Meinung (Partizipation und Demokratie) erlebt sich das Kind als wertvoll und wichtig und erfährt Mitverantwortung und Selbstbestimmung.

Wir freuen uns über die Einzigartigkeit eines jeden Kindes, nehmen es in seiner Persönlichkeit und Individualität an und zeigen ihm, wie man Verantwortung für sich und andere trägt.

Die Sprache ist das wichtigste Medium zur Auseinadersetzung eines Menschen mit seiner Welt und erhöht später erhebliche Bildungschanchen des Kindes. Durch Sprache lernt das Kind sich selbst auszudrücken und sich selbst und andere zu verstehen. Kindliche Ausdrucksformen sind vielfältig. durch Wertschätzung und Motivation, sowie Sprachvorbildwirkung versuchen wir die Sprechfreude des Kindes zu wecken und es zum Erzählen zu ermutigen.

Die Sprachförderung erfolgt ganzheitlich und mit allen Sinnen, durch seinen Bewegungsdrang, seiner Neugier, seiner Liebe zu Rhythmus und Musik. Die Förderung der Sprache findet also beim Singen, Werken, Malen, Spielen, Erkunden, Experimentieren ebenso statt wie beim Betrachten eines Bilderbuches, bei Gesprächen mit einem einzelnen Kind oder der gesamten Gruppe, Fstatt.ingerspielen.....

In unserer Arbeit finden sich täglich Sprach- und Rollenspielem sowie Lieder, Fingerspiele und kleine Sprüche. Durch den Umgang mit Büchern, ganz besonders in unserer neuen Bibliothek geben wir den Kindern die Möglichkeiten umfassende Fertigkeiten schon vor dem Lesen und Schreiben lernen zu erwerben. Wir achten auf Sprachkultur, das heißt, Kinder sollen reden, aber auch zuhören können. Jemanden Ausreden lassen und andere Meinungen akzeptieren. Beobachtungen, Gefühle, Bedürfnisse und Wünsche sollen sie verbal ausdrücken können. Wir regen sie auch immer wieder an, Konflikte gewaltfrei zu lösen.

Die Sprachentwicklung ist ein Teil der Gesamtentwicklung des Kindes und als elementare Bildungseinrichtung nehmen wir den pädagogischen Auftrag, Kinder beim Spracherwerb zu begleite sehr ernst. Sprache stellt eine Schlüsselkompetenz für frühkindliche Bildung dar.

Sie ist eine wesentliche Voraussetzung für erfolgreiche Bildungsprozesse im Vorschulalter:

  • Sprache (auch in Form nonverbaler Kommunikation) ist Grundlage für soziale Interaktionen
  • Sprache hilft, das Denken zu strukturieren und implizites Denken bewusst zu machen
  • Sprache wirkt handlungsanleitend und handlungssteuernd
  • Sprache verstärkt kindliche Erfahrungen - Sprache vermittelt Erfolgserlebnisse
  • Schulischer und beruflicher Erfolg sind eng mit sprachlichen Kompetenzen verbunden
  •  

    Wir arbeiten auch mit den "BESK" Bögen (Sprachstandsfeststellungsbögen), die vom Land Burgenland zur Verfügung gestellt werden. Damit überprüfen wir die Sprachkompetenz der Kinder. Sie kommen ab 4 Jahren zum Einsatz. Damit werden sprachliche Stärken und Schwächen festgestellt. Um Schwächen auszugleichen wird mit der Unterstützung der Pädagogischen Hochschule unter dem Namen "Plaudertasche" einmal wöchentlichmitmit  einer zusätzlichen Pädagogin an den Schwächen der Kinder gearbeitet.

    Bewegung ist für die Kinder ein elementares Bedürfnis und für die gesamte Entwicklung des Kindes besonders wichtig. Bewegungserfahrungen sollen daher im Alltagsleben der Kinder berücksichtigt werden. Es ist uns daher sehr wichtig, dass sich unsere Kinder ausreichend bewegen. Eine gute Körperbeherrschung wirkt sich positiv auf Feinmotorik, Selbstständigkeit und das Selbstbewußtsein des Kindes aus.

    In unserem Kindergarten machen die Kinder täglich in unseren Bewegungsräumen eigene Körpererfahrungen. Eigene Grenzen und Fähigkeiten in Bezug auf Kraft, Ausdauer, Geschicklichkeit und Koordination werden erfahrbar. Unsere Kinder treten untereinander in Kontakt, lernen Rücksicht auf andere zunehmen, gemeinsame Aufgaben zu lösen und sich Mut zuzusprechen. Materaialien und Gegenstände können über Bewegungen erkundet und ihre Eigenschaften dadurch erfahren werden. Gleichgewichtssinn, Reaktionfähigkeit, räumliche Orientierung, Koordination, Ausdauer und Geschicklichkeit werden gefördert und die Muskulatur wird gestärkt.

    Wir unterstützen dieses Tun durch tägliche Nutzung unserer Bewegungsräume, Turneinheiten vom ASKÖ mit Hoppsi Hopper, ....

    Das Gesundheitsbewußtsein der Kinder stärken wir mit der Auseinandersetzung der gesunden Ernährung. Dazu gibt es täglich bei der Jause Obst und Gemüse, welches die Eltern zur Verfügung stellen.

    Der Ursprung des Gestaltens liegt im kindlichen Bedürfnis mit seinem Körper, mit dingen und Materialien experimentierend, erforschend, entdeckend zu hantieren.Über dieses aktive und lustvolle Begreifen, Fühlen, Tasten und Probieren entwickelt das Kind äußere Welterfahrung. Die innere Selbsterfahrung wird durch intensive Beschäftigung mit den unterschiedlichen Materialien entwickelt. die erworbenen Sinneseindrücke kann das Kind durch eigene künstlerische Gestaltungsprozesse strukturieren und seiner Kreativität Ausdruck verleihen. So kann das Kind im schöpferischen Tun durch Malen, Zeichnen, Tanz, Musik, Rollenspiel,.... seine Gedanken, Emotionen, Erlebnisse, Entdeckungen, Medienerfahrungen und Ideen ausdrücken und verarbeiten.

    Durch die vorbereitete Umgebung kann es mit den bereitgestellten und vielfältigen Materialien eigene Ideen verwirklichen. wir unterstützen die Komplexität der Gestaltungsprozesse (von der Idee bis zum fertigen Produkt) und stellen vor allem den Weg des aktiven Tuns in den Vordergrung.

    Musik hat eine große Bedeutung für Kinder und ist ein Tor zur Sprache. Sie drückt Freude und Gemeinschaft aus, die die Kinder erlerben und spüren können. Kinder entfalten beim Musizieren ihr kreatives Potential und werden in ihren emotionalen Erleben angesprochen. Das Kind bekommt ein Gefühl für Sprachrhythmus und trainiert gleichzeitig einen gleichmäßigen Sprachfluss. Klang- und Lautbildung, die Sprachmelodie, die Wort- und Satzbildung, die Kommunikation und der Wortschatz werden spielerisch geübt und erweitert.

    Bei uns erleben die Kinder die Fülle von musikalischen Erfahrungen, entdecken Rhythmen, verschiedene Klangfarben und Melodien. Täglisches Singen mit Gitarrebeleitung, themenbezogene Lieder, Tänze, hantieren mit Orffinstrumenten, musikalische Festgestaltung...... gehören zu unserem Alltag.

    Unsere Vorschulkinder erleben bereits eine musikalische Früherziehung durch die Zusammenarbeit mit der Musikschule. Wöchentlich wird mit Alexandra Csar gesungen  und mit Orffinstrumenten musiziert.

    Es ist uns wichtig, Kinder für Vorgänge in der Natur zu begeistern und ihnen Sinneszusammenhänge anschaulich nahezubringen. Kinder können sich dabei Wissen durch praktisches Tun, Experimentieren, Ausprobieren, Beobachten und Vergleichen, selbst aneignen.

    Unsere Kinder lernen beim Forschen genau zu beobachten, wahrzunehmen und das Wahrgenommene in Sprache umzusetzen. Realistische Zusammenhänge können durch eigenes Forschen und Entdecken erkannt werden. Wir regen die Neugier und den Forscherdrang der Kinder an. Erklärungen und Beobachtugen können miteinander gesucht werden. Fragen dazu werden von uns beantwortet.

    Im Bereich der Umwelterziehung versuchen wir, die Kinder zu einem bewussten Umgang mit der Natur und dem Konsumverhalten vorzubereiten.

    Da die Kinder durch den Besuch des Kindergarten/Kinderkrippe bereits über Transitionserfahrungen verfügen, konnte somit ein Gefühl der Sicherheit, des Vertrauens und der Feinfühligkeit im Bereich des Beziehungsaufbaues miterlebt werden. Diese erlebte Transition "Familie - Kindergarten" unterstützt unsere Kinder auch im nächsten Übergang "Transition Kindergarten - Schule".

    Die Volksschule schließt laut Lehrplan durch lernen im Spiel und offenes, projektorientiertes, sowie entdeckendes Lernen an die vorrangigen Lernformen des Kindergartens an und baut auf bereitserworbene und differenzierte Kompetenzen auf. Die Pädagoginnen und Pädagogen der beteiligten Institutionen begleiten und moderieren gemeinsam den Übergangsprozess. Regelmäßiger gegenseitiger Besuch und das Miteinbeziehen der Kinder in den Schulalltag stärken die Ich-Kompetenz und die Vorfreude auf den Schuleintritt.

    Warum sind Fremdsprachen für Kinder im Kindergarten so wichtig?

    • Je jünger das Kind ist, umso leichter findet es Zugang zu einer Fremdsprache - vorausgesetzt dies geschieht im Spiel und durch das Spiel mit einer Bezugsperson.
    • Durch die Beschäftigung mit einer Fremdsprache verlieren Kinder die Angst vor Fremdem.
    • Englisch im Kindergarten soll kein vorgezogenes Schulfach sein, sondern Kinder erleben und erfahren eine neue Sprache ohne Leistungsdruck.
    • Alle Kinder sollen Spaß am Englischlernen haben.
    • Alle Kinder sollen Erfolgserlebnisse genießen, die ihnen Mut machen, in und mit dieser Sprache umzugehen.
    • Englisch im Kindergarten orientiert sich ausschliesslich am Kind, am Leben und Lernen mit allen Sinnen.

    Auch im Kindergarten wollen wir auf kindgerechte Kultur nicht verzichten. Das "Kindertheater-Abo" im Kulturzentrum Oberschützen wird von den Kindern sehr gerne angenommen und bietet ein sorgfältig, ausgewähltes und anspruchsvolles Programm, wobei die Kinder selbst in das Geschehen miteinbezogen werden, um das Flair eines Theaters hautnah miterleben zu können.