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Chronik

 

Im Jahre 1886 wurde durch ein Gesetz die Verwaltung der Gemeinden im Königreich Ungarn neu geregelt. Auf Grund dieses Gesetzes konnte in unserer Ortschaft ein Kinderbetreuungsplatz geschaffen werden.

Josef Wurglits, Bürgermeister (1906 - 1921), errichtete in der Hauptstraße Nummer 34 (heute Buchhandlung Homa - Wagner) eine sogenannte „Ovoda“ (aus dem Ungarischen und heißt übersetzt „Beaufsichtigung“). Für die Betreuung der Kinder wurde Frau Isabella Tökessy (bekannter unter dem Namen „Bela - neni“) eingesetzt, die von der Gemeinde und dem Staat entlohnt wurde und auch pensionsberechtigt war. Ihr zur Seite stand ihre Schwester, die „Irma - neni“. (Neni ist ungarisch und heißt übersetzt „Tante“) Nach der Auflösung der Betreuungsstätte im Jahre 1928 lebten beide „Tanten“ in Großpetersdorf und starben am Beginn der 30-er Jahre.

Diese „Ovoda“ besuchten nur Kinder aus „besseren“ Familien und es ist nicht bekannt wie viele Kinder damals betreut wurden. Spielzeug gab es kaum, nur Sessel, Tische und Bälle waren vorhanden. Da es damals keine Autos gab und daher kein Verkehr war, gingen die Kinder, ohne es der Erzieherin zu sagen, beim durchgerissenen Zaun nach Hause. Die Kindergärtnerinnen sprachen nur gebrochen deutsch. Sie lernten den Kindern Sprüche und Lieder, welche die Kinder kaum verstanden. Zur Betreuung der Kinder wurden damals jüngere Frauen und Mädchen herangezogen, denen man ein gutes Verhältnis zu Kleinkindern zutraute. Das Inventar war natürlich sehr bescheiden und den heutigen Anforderungen bei weitem nicht gerecht.

Im Jahr 1930 betreute die Handarbeitslehrerin Frau Karner (Gattin des Volksschullehrers Karner Adolf) die Kinder. Eine der ersten Kindergärtnerinnen war Frau Gabriele Schermann, Ziehtochter des evangelischen Pfarrers Johann Schmidt. Erst im Jahre 1939 wurde neuerdings ein Kindergarten in Großpetersdorf errichtet, der während des Krieges von 1942 bis 1945 geführt wurde. Leiterin war damals Frau Lotte Oberwandling aus Kapfenberg.

Weitere Kindergärtnerin war von 1942 - 1945 Frau Theresia Landrichter (geb. Schranz aus Hannersdorf) mit der Helferin Frau Hilde Heil aus Großpetersdorf. Die Beaufsichtigung der Kinder erfolgte von 8.00 - 12.00 Uhr und von 14.00 - 18.00 Uhr.

Ab 1943 betreute Frau Maria Sucher aus dem Raum Klausenbach nur einige Monate die Kinder in Großpetersdorf. 

Erst im Jahre 1952 unter Bürgermeister Franz Graf übernahm die ausgebildete Kindergärtnerin und Volksschullehrerin Frau Maria Bauer als Leiterin des Kindergartens Großpetersdorf die Betreuung der Kinder. 67 Kinder an der Zahl! Ihr zur Seite stand die ausgebildete Kindergärtnerin Frau Margarete Glatz und die Praktikantin Frau Auguste Görgey.


Frau Maria Bauer kam 1958 als zuständige Fachinspektorin für das Kindergartenwesen des Burgenlandes nach Eisenstadt, wo sie die pädagogische Arbeit der Kindergärtnerinnen des gesamten Burgenlandes mitzuentwickeln und zu überprüfen hatte.

Frau Margarete Glatz übernahm die Leitung des Kindergartens Großpetersdorf im Jahre 1958 unter Bürgermeister Hans Krutzler. Die Unterbringung des Kindergartens in den Räumlichkeiten der ehemaligen evangelischen Volksschule im Blumental wechselte daraufhin in das Haus der jetzigen Buchhandlung Homa-Wagner und danach ins „Friedrichhaus“. Als zweite Kindergärtnerin betreute Frau Maria Brugner die Kinder. Helferin war Frau Ida Jandl.

Ganze 15 Jahre lang beherbergte das „Friedrichhaus“ den Kindergarten, danach wurde in die jetzige Musikschule übersiedelt.


Kinder im Kreis


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